Großer Gradensee
- Seehöhe
- Fläche
- Tiefe
Tief im einsamen Talschluss des Gradentals, jenseits der Bezirksgrenze in einem abgelegenen Teil der Schobergruppe, liegt auf 2 474 m der Große Gradensee – ein eindrucksvolles Zeugnis der eiszeitlichen Formung und ein verstecktes Juwel alpiner Gletscherlandschaft.
Mit einer Fläche von rund 4 Hektar und einer Tiefe von bis zu 35 m ruht der See in einem von Gletschern geprägten Hochtal, umgeben von kargen Moränen, massiven Felswänden und spärlicher Vegetation. Dick mit Geröll bedeckte Eiszungen und ein kraftvoller Zufluss aus einem halbkreisförmigen Einzugsgebiet speisen den See, dessen grünlich schimmernde Wasseroberfläche sich je nach Lichteinfall in ständig wechselnden Farbtönen präsentiert. Der besondere Farbton entsteht durch mineralische Schwebstoffe aus der umliegenden Gletscherwelt.
Noch bis ins 20. Jahrhundert reichte die Zunge des Gradenkeeses bis an den See, und frühere Gletscherkalbungen in den See hinterließen eine Landschaft, die bis heute unverkennbar die Handschrift der Eiszeit trägt. Auch die benachbarten Gewässer in diesem abgelegenen Talkessel sind durch dieselben Kräfte geformt – rau, klar und voller wilder Schönheit.
Der Zugang erfolgt über das Gradental zur Gradenalm, von wo aus ein rund 2–3-stündiger Anstieg durch das blühreiche Gradenmoos und weiter in hochalpine Regionen direkt zum See führt – eine lohnenswerte Tour für geübte Wanderer und stille Genießer alpiner Ursprünglichkeit.