Auge Gottes
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Das Auge Gottes ist ein einzigartgier Moortümpel, eingebettet zwischen den Moränenwällen des Schlatenkees. Auf einer Seehöhe von etwa 2150 Metern gelegen, fasziniert dieser kleine, dreieckige Tümpel mit einer runden Wollgrasinsel in seiner Mitte, die je nach Jahreszeit in voller Blüte steht. Seinen poetischen Namen verdankt das „Auge Gottes“ Hirten, die in der unverkennbaren Form und Erscheinung des Tümpels eine göttliche Symbolik erkannten.
Geologisch betrachtet bietet das Auge Gottes wertvolle Einblicke in die nacheiszeitlichen Gletscher- und Klimaveränderungen. Untersuchungen des umliegenden Moors haben gezeigt, dass vor etwa 7.700 bis 9.000 Jahren an dieser Stelle ein dichter Zirbenwald existierte.
Für Wanderer ist das Auge Gottes ein Highlight de Gletscherwegs Innergschlöß, der im malerischen Gschlößtal bei Matrei in Osttirol verläuft. Der Weg beginnt am Matreier Tauernhaus und führt über das Venedigerhaus in Innergschlöß zum Einstieg in den Gletscherweg. Nach einem steilen Anstieg, vorbei an einem imposanten Wasserfall, erreicht man den Salzbodensee und kurz darauf das Auge Gottes. die gesamte Wanderung dauert etwa drei Stunden und erfordert Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit.
Die Umgebung des Auge Gottes besticht durch eine beeindruckende Hochgebirgslandschaft mit Blick auf den Großvenediger und das Schlatenkees. Die vielfältige Vegetation des Gletschervorfeldes macht diesen Ort zu einem Paradies für Naturliebhaber und Ruhesuchende. Ein Besuch des Auge Gottes bietet nicht nur ein einzigartiges Naturerlebnis, sondern auch einen tiefen Einblick in die Geschichte und Dynamik der alpinen Landschaften der Hohen Tauern.